Ausbildung bei der Stadt Chemnitz

Interview mit dem Studenten der Fachrichtung Bachelor of Arts - Sozialpädagoge Julien Berger

Wie ist der Ablauf deines Studiums?

Julien: Das Studium dauert 3 Jahre und wechselt zwischen Theorie- und Praxisphasen, die jeweils ca. 3 Monate dauern. Die Theorie findet an der Staatlichen Berufsakademie in Breitenbrunn statt. In Breitenbrunn gibt es Wohnheimplätze, so dass man nicht jeden Tag pendeln muss. Meine feste Praxisstelle ist für 3 Jahre das Amt für Jugend und Familie im allgemeinen Sozialdienst (ASD). In dieser Zeit hospitiere ich aber auch in anderen Abteilungen z. B.: beim Kinderschutzdienst, der Jugendgerichtshilfe, dem Jobcenter in der Abteilung Fallmanagement, bei der wirtschaftlichen Jugendhilfe oder dem Netzwerk frühe Hilfen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit ein Fremdpraktikum für 3 Monate zu absolvieren, welche ich gerne nutze. Ich bin während dieser Zeit im Sozialamt im Gebiet Asyl und Wohnungslosenhilfe eingesetzt. Das Fremdpraktikum dient zur Orientierung, bei der Frage in welche berufliche Richtung man später einmal gehen möchte. Ein Fremdpraktikum kann auch bei freien Trägern absolviert werden.
 

In welchen Ämtern warst du bisher eingesetzt und was waren deine Aufgaben dort?

Julien: Im Kinderschutzdienst war ich bei Prüfungen nach § 8a SGB VIII dabei, bei denen die Frage bestand, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. In der Jugendgerichtshilfe durfte ich im Gericht und bei Teamgesprächen hospitieren. Im Jobcenter wurden mir verschiedene Maßnahmen vorgestellt und ich durfte bei Gesprächen zuhören. Einen Einblick in die Buchhaltung habe ich in der wirtschaftlichen Jugendhilfe erhalten. Außerdem habe ich beim Netzwerk Frühe Hilfen mitgeholfen und konnte an Netzwerktreffen teilnehmen. Im 2. Semester beginne ich Gespräche selbst zu planen und zu führen. Ich arbeite Fälle komplett selbstständig ab und soll perspektivisch zum Ende des Studiums einmal die Arbeit eines ASD Mitarbeiters vollständig ausführen können.

 

Wo bist du im Moment eingesetzt und was sind dort deine Aufgaben?

Julien: Ich bin im Amt für Jugend und Familie in der Abteilung Allgemeiner Sozialdienst eingesetzt. Dort sind meine Aufgaben Hilfspläne vorbereiten und Hilfen nachbereiten, sowie bei Gesprächen und Hausbesuchen hospitieren. Ich nehme an kollegialen Gesprächen teil und strukturiere, protokolliere und erfasse diese elektronisch. Außerdem sortiere und nummeriere ich Akten und nehme an Projektgruppen teil, bei denen ich verschiedene Aufgaben übernehme, so erstelle ich z. B. Genogramme (Stammbäume) für Kollegen.
 

Was waren besondere Highlights während deiner Ausbildung?

Julien: Für mich war die Teilnahme an Gerichtsverhandlungen, sei es im Jugendstrafrecht in der Jugendgerichtshilfe oder wegen Umgang- und Sorgerechtsstreitigkeiten im ASD, eine besondere Erfahrung. Aber auch Kindeswohlgefährdungen nach §8a SGB VIII zu prüfen ist jedes Mal eine Herausforderung. Ein persönliches Highlight für mich war auch das erste Mal ein Gespräch mit Bürgern zu führen.

 

Wie sieht dein Berufsschulalltag aus?

Julien: Der Unterricht in der Berufsakademie Breitenbrunn findet im Klassenverbund statt, so dass man auch Freunde innerhalb der Klasse findet. Der Stundenplan ist sehr individuell. Es kann sein, dass es morgens 8:00 Uhr losgeht, aber auch ein Unterrichtsbeginn am Mittag ist möglich. Vereinzelt hat man auch Tage in der Woche frei, welche zum selbstständigen Studium genutzt werden sollen. Manchmal dauert der Unterricht auch bis zum frühen Abend, sodass man erst 19:00 Uhr Feierabend hat. Außerdem ist vereinzelt Samstagsunterricht angesagt. Der Unterricht selbst findet in Blockstunden statt, dazwischen gibt es kleine Pausen und eine große Mittagspause. Da das Wohnheim sich auf dem Campus befindet, treffen die Studenten sich meistens nachmittags und unternehmen etwas gemeinsam oder nutzen den Nachmittag um Lerngruppen zu bilden. Für Recherchen kann man die auf dem Campus ansässige Bibliothek nutzen.

 

Azubi-Projekt

Im Rahmen eines Azubi-Projektes 2016 haben Azubis ihre Mitstreiter/innen zu Erfahrungen mit ihrem Ausbildungsberuf befragt. Die Interviews sollen einen Einblick in den "Alltag" des Ausbildungsberufes geben.


Weitere Interviews

Hinweis:

Das Amt für Jugend und Familie heißt seit Januar 2020 Jugendamt.

Cookie Einstellungen

Wir verwenden auf dieser Website mehrere Arten von Cookies, um Ihnen ein optimales Online-Erlebnis zu ermöglichen, die Nutzerfreundlichkeit unseres Portals zu erhöhen und unsere Kommunikation mit Ihnen stetig zu verbessern. Sie können entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten und welche nicht (mehr dazu unter „Individuelle Einstellung“).
Name Verwendung Laufzeit
privacylayer Statusvereinbarung Cookie-Hinweis 1 Jahr
cc_accessibility Kontrasteinstellungen Ende der Session
cc_attention_notice Optionale Einblendung wichtiger Informationen. 5 Minuten
Name Verwendung Laufzeit
_pk_id Matomo 13 Monate
_pk_ref Matomo 6 Monate
_pk_ses, _pk_cvar, _pk_hsr Matomo 30 Minuten

Datenschutzerklärung von Matomo: https://matomo.org/privacy/